Donnerstag, 6. Februar 2014

VDP. Große Gewächse Tour

Ein knappes halbes Jahr ist es nun her, dass die Großen Gewächse auf den Markt bekommen sind. Grund genug für den Verband Deutscher Prädikatsweingüter damit auf Tour zu gehen, aber nicht alle auf einmal, dass würde den Rahmen sprengen. Also wird brav nach Anbaugebieten aufgeteilt. Am vergangenen Sonntag waren die Weinbauregionen Nahe, Pfalz, Mosel, Rheinhessen und Ahr auf Tour Stop im alt-ehrwürdigen Exelsior Hotel Ernst direkt am Kölner Dom. Das hieß natürlich Riesling ohne Ende und etwas Spätburgunder...



Kurze Begriffserklärung: Das Große Gewächs bildet die Spitze der Qualitätspyramide des VDP im trockenen Bereich. Die Trauben für diese Weine müssen aus einer, als Große Lage klassifizierten Weinbergslage stammen, der Etrag darf bei maximal 50 hl pro Hektar liegen und Handlese ist Pflicht. Die weißen Großen Gewächse dürfen frühestens am 1. September des Folgejahres auf den Markt gebracht werden, die Rotweine ein Jahr später. 

Ich möchte hier jetzt nicht von den vielen 2012ern berichten die ich verkostet habe, da diese eigentlich alle noch mindestens ein Jahr im Keller reifen sollten um evtuelle Kinderkrankheiten abzulegen und sich aromatisch etwas zu öffnen. Doch ein Ausnahme möchte ich machen, denn der 2012er Riesling aus der Lage Norheimer Dellchen vom Weingut Dönnhoff in Oberhausen an der Nahe hat es mir echt angetan. Sehr interessante Aromen von süßen Birnen, Johannisbeer Blättern und weißen Blüten. Am Gaumen salzig, würzig, verspielt und in nahezu perfekter Balance. Der Nachhall will garnicht verschwinden. Ein Wein mit unglaublich viel Charme !

Einige Winzer hatten aber auch ein paar reife Exemplare ihrer Großen Gewächse im Gepäck um den Anwesenden einen wagen Blick in die Zukunft zu gewähren. So auch einer der besten und umstrittensten Kellermeister Deutschlands, Stephan Attmann vom pfälzer Weingut Von Winningen. Umstritten, weil er alle seine Rielsinge im Holzfass ausbaut und das unnachahmlich. So auch sein 2010er Rielsing GG aus einer meiner Lieblingslagen, dem Forster Pechstein. Unbeschreiblich anders, höchsten mit den besten Weißen Burgundern zu vergleichen, aber eben doch eigenständig und unverkennbar Riesling. Die Nase dezent nach karamellisierten Pfirsichen und Steinen die am Vorabend als Lagerfeuerumtandung gedient haben. Am Gaumen ist die Frucht deutlich wahrzunehmen, doch wird sie durch elegantes Holz-MakeUp perfektioniert. Dazu die dunkle Mineralität des Pechstein...Wein-Porno !

Zuletz darf ich den 2008er Riesling GG aus der Lage Reiterpfad vom Weingut A. Christmann aus der pfälzer Gemeinde Gimmeldingen nicht unerwähnt lassen. Herrlich duftig, nach Kumquats, Weinbergpfirsich und Mandeln, dazu etwas Honig. Am Gaumen kommt der kalkige Boden durch, dazu grazile Säure und exotische Frucht. Ein Klassiker. Cheers !

2012 Riesling GG Dellchen, Dönnhoff 93/100
2010 Riesling GG Pechstein, Von Winningen 95/100
2008 Riesling GG Reiterpfad, A. Christmann 91/100



Sonntag, 19. Januar 2014

Sparkling Silvaner aus dem Supermarkt !?

In letzter Zeit beschäftige ich mich immer mehr mit deutschem Sekt. Ich bin vor allem großer Fan von charaktervollen Schaumweinen die nicht dem großen Vorbild Champagner hinterher hecheln, sondern durch ihre Herkunft, Rebsorte und Machart eigenständig sind. Die Riesling Traube kann das natürlich leisten und erbringt hervorragende Sekte mit Wiedererkennungswert, wie der letztens beschriebene Brut 1900 von Van Volxem. Doch haben wir in unseren dreizehn Anbaugebieten verschiedenste Rebsorten mit Tradition und Charakter. Und einige davon eigenen sich sehr gut zur Versektung. So zum Beispiel die fränkische Leitrebsorte Silvaner. Sie besteht mit Säure, Aroma und Schmelz gegen die Kohlensäure der Flaschengärung. 

Wie der Zufall will, war ich vor ein paar Tagem im lokalen Supermarkt einkaufen und dort wurde anscheinend kräftig ausgemistet. Es gab gleich drei Wühltische mit hart reduzierten Flaschen, das meiste Dreck: Billiger Prosseco, lieblicher Dornfelder, alter Glühwein usw. Doch fiel mir beim Vorbeigehen ein Name ins Auge, den ich kannte. Brennfleck. Diesmal nicht auf einem Bochsbeutel, sondern auf einer modern etikettierten Schaumwein Pulle. Silvaner Brut 2012 stand drauf. Kann also nicht schon ewig in den Tiefen der Regale rumgedümpelt haben. Preis: sechs Euro irgendwas. Kurz mal umgeschaut ob keiner zuschaut den man kennt und zack ab in den Wagen. Den 10er Pack Klopapier draufgelegt und ab zur Kasse. Weil Weinkaufen beim Discounter ist ja schon ein bisschen peinlich...und dann auch noch vom Grabbeltisch.



Das Weingut Brennfleck befindet sich in einem herrlichen Gutshaus Haus dem 14. Jahrhundert im fränkischen Sulzfeld. Winzer Hugo Brennflack baut mehrheitlich Silvaner an. Dafür kann er auf einige der besten Lagen Frankens zurückgreifen, wie zum Beispiel dem Escherndorfer Lump oder den Iphöfer Kronsberg. Der Silvaner Brut wurde nach der traditionellen Flaschengärung hergestellt. In der Nase duftet er süßlich nach Ananas, reifer Honigmelone, Quitte und Blumen. Am Gaumen mit eher dezenter Säure und viel Schmelz. Die Perlage ist zwar nicht Super fein, hält aber lange an. Der Wein macht definitiv Spaß und erweitert für eine lächerliche Geldsumme den Geschmackshorizont !

Alk: 12,5%
Preis: unter 7€
Punkte: 84/100

Dienstag, 7. Januar 2014

De Prinz kütt !

Heute fließt mal wieder Riesling ins Glas und zwar ein Rheingauer Erstes Gewächs. Ein Begriff der nichts mit dem VDP zu tun hat, sonder fest im Rheingauer Weingesetzt verankert ist. Doch nicht jeder Wein darf die drei romanischen Bögen auf weißem Grund, das Kennzeichen des Ersten Gewächs, tragen. Handlese ist Pflicht und der Ertrag muss auf maximal 50 hl/hl reduziert sein, die geernteten Trauben müssen mind. den Zuckergehalt einer Spätlese aufweisen und von den ca. 1100 ha als Erstes Gewächs klassifizierten Weinbergen stammen. Einer dieser Weinbergslagen ist die Jungfer, welche zur Geimenden Hallgarten gehört. Den Namen verdankt die Lage wahrscheinlich den Brüdern des  nahegelegenen Kloster Eberbach, welche so die Jungfrau Maria ehrten. 



Die Familie Prinz schafft es Jahr für Jahr das beste aus dieser Lage rauszuholen. Und zwar in Form eines trockenen, glasklaren Rieslings. Der Jahrgang 2011 ist schon erstaunlich präsent, in der Nase erst Zitrusfrüchte, Aprikose, ein wenig Kreidestaub und etwas das mich an nasses Plastik erinnert. Nach einiger Zeit im Glas kommen sogar erste Reifenoten wie Honig zum Vorschein. Am Gaumen auch Zitrusfrüchte, vorallem Grapefruit und Limettenschale dazu bringt der Quarzitboden einiges an Mineralität mit rein. Mit mehr Luft wird der Wein deutlich würziger. Die Säure und der Alkohol wirken gut integriert und sorgen für ordentlich Abgang. 

Aber mal kurz Wein beiseite. Checkt mal meine neuen Weingläser aus ! Nie habe ich aus einem besseren Weinglas getrunken, allein das Anfassen dieses mundgeblasenen Meisterwerkes macht Freude. Das Zalto Denk'art Universalglas ist nach den Neigungswinkeln der Erde gefertigt, diese Technik haben wohl schon die Römer benutzt. Keine Ahnung, ob die Weine in diesem Glas daher alles so schamlos zeigen was sie haben, aber ich steh auf meine neuen Kelche :)



Alk: 13%
Preis: Zwanni
Punkte: 90/100

Samstag, 4. Januar 2014

Gebt dem Winzersekt eine Chance

Weihnachtszeit und dazu noch der Jahreswechsel, da hat der Schaumwein Hochkonjunktur. Obwohl das hat er bei uns Deutschen ja eigentlich immer. Jahr für Jahr sind wir ganz oben mit dabei wenn es um den Pro-Kopf-Konsum geht. Doch wenn man sich anschaut was da so konsumiert wird, ist das irgendwie kein Grund zum Jubeln. Neben billigem Frizzante, kommt das meiste von deutschen Großkellereien, hier werden die meist aus Italien oder Frankreich importierten Grundweine im Tankgärverfahren versektet, in Flaschen gefüllt und mit einem hässlichen Plastikkorken verschlossen. Wenn dann noch "trocken" (mit bist zu 35 g/l Zucker alles andere als das) oder sogar das herrlich verwirrende Wort "mild" auf dem Etikett zu lesen, rollen sich bei mir die Zehennägel hoch. Und wenn es etwas besonderes sein soll wird eine Flasche Champagner gekauft, ein Moëtchen vielleicht. Dabei gibt es doch auch deutsche Schaumweine von höchster Qualität und einem Preis-Leistungsverhältnis bei dem viele Non-Vintage Champagner nicht mithalten können. Grade aus der Rieslingtraube kann bei richtiger Behandlung ein Sekt mit unverwechselbarem Charakter und Charme entstehen. Kein deutscher Champagner, sondern ein eigenständiges Produkt, ein Winzersekt, welcher sein Terroir so exzellent zum Ausdruck bringt, wie es die weltbekannten Stillweine dieser Traube auch tun.  



Ein Rieslingssekt begeisterte mich so, dass er sowohl mein Weihnachtsmenü wie auch das neue Jahr einleitete. Das ist der 2008er Brut 1900 von Van Volxem aus Wiltingen. Ein Sekt wie vor hundert Jahren ist der Slogan. Die Trauben stammen von alten Riesling Reben von besten Schiefersteillagen der Saar. Schon optisch toll gelungen, muss sich dieser Sekt von Winzer Roman Niewodniczanski nicht verstecken. Fünf Jahre Hefelager verleihen diesem Sekt eine feine Perlage, der Riesling herrlich gereift. Frische rote Äpfel, Apfelkuchen, dezente Hefearomen steigen einem in die Nase. Am Gaumen kommen Zitrusnoten hinzu, dahinter die intensive Schiefermineralität, die dem eingefleischten Rieslingtrinker direkt bekannt vorkommt. Komplex und mit Druck, doch immer schwebend leicht. Ein absolut eleganter Aperitif oder ein spannender Speisenbegleiter, wie bei mir zu gebeiztem Lachs. Frohes Neues Jahr !

Alk: 12%
Preis: 26€
Punkte: 93/100

Sonntag, 22. Dezember 2013

Poppin' a good bottle..!

So erstmal ein paar Tage frei ! An den Weihnachtsfeiertagen muss ich mich natürlich noch mal in die Restaurant Küche stellen, aber danach ist Urlaub angesagt. Grund genug den Korken knallen zu lassen. Da es Heilig Abend dieses Jahr keinen Champagner geben wird (dazu bald mehr), gibt es heute schonmal ein Fläschchen französische Edelbrause. Aber nicht irgendwas ! Vintage, Baby !  

Und zwar aus dem Hause Nicolas Feuillatte, dem wie es heißt meistgekauften Champagner in Frankreich. Von Feuillatte gibt es zwischen dem Basis Champagner Brut Reserve und der weltbekannten Prestige Cuveé Palm D'Or noch einiges mehr im Sortiment. Eigentlich immer mit einem sehr gutem Preis-Leistungs Verhältnis. 



So auch der Blanc de Noir Jahrgangs Champagner von 2004, welcher ausschließlich aus der Rebsorte Pinot Noir gekelltert wurde. Blanc de Noir, also "Schwarz aus Weiß" bedeutet, dass hier ein weißer Wein aus roten Trauben gemacht wurde. Da sich die roten Farbpigmente nur in der Schale der Trauben befinden, kann man durch sehr sanftes Pressen einen weißen Most gewinnen und diesen zu Wein vergären. 

Das spiegelt sich auch im Duft diese Grand Cru Champagners wieder: Neben Noten von Orangenblüten, Weißbrot, und hellem Honig findet man auch Aromen von roten Früchten wie roten Johannisbeeren und Brombeeren. Auch am Gaumen setzt sich die Aromatik von roten Beeren und süßen Zitrusfrüchten fort. Dieser 2004er punktet weiter mit Vielschichtigkeit und Finesse, ist sehr dicht und trotzdem leicht. Gut balancierte Säure verleiht ihm dazu noch einen extrem langen Abgang.
Heute Abend wird er dann noch als Essenbegleiter herhalten müssen...auch das wird dieser Blanc de Noir locker meistern !

Alk: 12,5%
Preis: 54 €
Punkte: 94/100


Mittwoch, 11. Dezember 2013

Uncorked: 2007er Châteauneuf du Pape Cuveé Anonyme, Xavier Vins


Ja Châteauneuf du Pape, der Wein der Päpste, das sagt sich schon so toll und klingt so schön Old School... Châteauneuf du Pape ! Schnörkeliges Etikett, die Papstmütze als Relief auf der dicken Flasche. Find ich super, aber es geht auch anders. Modern nämlich. So wie bei Xavier Vignon. Find ich auch super, solange der Inhalt stimmt, und das tut er. 

Önologe Xavier Vignon war früher jahrelang als Berater für viele bekannte Weingüter der Süd Rhône tätig bis er 2002 anfing unter seinem eigenen Namen Wein zu machen und zu vermarkten. Er besitzt Rebfläche in einigen bekannten Weinbaugemeinden der Rhône wie Gigondas, Vacqueras oder Lirac, doch seine Besten Weine kommen aus der altehrwürdigen Gemeinde Châteauneuf du Pape, gelegen zwischen Orange und Avignon. Hier produziert er klassische, mächtige Rotweine in modernem Gewand, wie der "Cuveé Anonyme", der Speerspitze seiner Kollektion. 

Anonyme, weil Xavier nicht verrät welche Reborten in welchen Prozentsätzen verwendet wurden. Aber soviel ist klar: Die Trauben stammen aus 120 verschiedenen Parzellen, teilweise uralt. Der Ertrag liegt bei lächerlichen 25 hl/ha. Grenache, Syrah und Mourvedre sind auf jeden Fall drin. Doch in Châteauneuf sind 13 verschieden Rebsorten erlaubt, soviel wie nirgendwo sonst in Frankreich, also wer weiß...

Der Anonyme kommt erst sehr spät auf den Markt, da nach Handlese, Weinbereitung und Assemblage  der Wein für gut 48 Monate in verschiedenen Holzgebinden verschwindet. Dieser ganze Aufwand ergibt dann einem wirklich außergewöhnlichem Wein. Hinzu kommt noch der Jahrgang, denn 2007 war eins der besten Jahre in Châteauneuf überhaupt. Was dazu führte das Herr Parker diesem Wein ganze 96 von 100 Punkten zugestand. Viel erstaunlicher ist aber, das Parker in diesem Jahrgang keinen roten Châteauneuf Wein mit weniger als 90 Punkten bedachte ! Das gab's noch nie. 

Im Glas zeigt der Wein ein tiefes, dunkles Rot mit violetten Reflexen. Die Nase ist sehr intensiv.  Erdbeeren, Cassis, Pflaumen im Speckmantel und getrocknete Kräuter kommen mir in den Sinn. Am Gaumen mit Wahnsinns Textur: Feine Tannine, dicht und komplex. Zu den Fruchtaromen kommen Noten von Piement, Salzlakritz und Waldpilzen hinzu. Die Säure hält ihn eher muskulös als fett. Dazu gab es Filet und Shortrib vom US-Rind...just wow !

Alk: 14,5%
Preis: ab 30 €
Punkte: 93+/100 

Freitag, 15. November 2013

Die Libanesische Legende - Château Musar

Jetzt, wo die Tage zusehenst kürzer und kälter werden, bekomme ich immer häufiger Lust auf ein gute Flasche Rotwein. Leider ist das an einem späten Donnerstag Abend in Bochum garnicht so einfach, wenn man nicht seinen eigenen Vorrat plündern will. Doch Gott sei Dank gibt es da noch den Livingroom in der Luisenstraße. Schöner, großer Barbereich, lange geöffnet und weintechnisch erstes Haus am Platz. Also ab an den Tresen. Die Wahl fällt schnell. Es wird ein Wein, auf den ich schon lange scharf war und viel drüber gehört und gelesen, aber irgendwie noch nie getrunken habe. Ein Wein aus dem Libanon. Ja richtig gelesen, Libanon, genauer aus dem Bekaa Valley. Die meisten Menschen haben dieses Land nicht sofort auf dem Schirm wenn es um Wein geht, obwohl hier nicht erst seit gestern Weinbau betrieben wird, sondern seit läppischen 6000 Jahren ! Auch das Weingut, von dem dieser Tropfen stammt, gibt es schon seit 1930 - Château Musar. Gegründet von Gaston Hochar und noch heute in Familienbesitz liegt das Weingut nach Bordelaiser Vorbild im malerischen Bekaa Tal. Hier wachsen auf ca. 180 ha die Trauben für den Chateau Musar auf knapp 1000 Metern Höhe. So behalten sie die nötige Säure in diesem heißen Klima. Die Familie Hochar bewirtschaftet ihre Rebflächen seit Anfang an sehr naturnahe, die Weine werden mit nur sehr wenig Schwefel behandelt und kommen ungeschönt und unfiltriert auf die Flasche. 



Der 2001er Château Musar ist ein Cuveé aus Cabernet Sauvignon, Carignan und Cinsault. Die Reben sind im Durchschnitt 40 Jahre alt und werfen nur einen geringen, aber sehr Hochwertigen Etrag von ca. 35 hl/ha ab. Der Wein reifte ein Jahr in französischen Eichenfässern. 
Im Glas strahlt er Rubin Rot. In der Nase expressiv, nach Kirschen, Brombeeren, Lagerfeuer und getrockneten Feigen. Am Gaumen mit perfekt integrierter Säure. Erst fruchtig und mit feinen Tanninen, dann kommen Gewürze ins Spiel: etwas Zimt, Minze und Piment. Der Wein ist nicht fett, sondern elegant, komplex und leichtfüßig, fast burgundisch. Ein Traum..! Hat mit Sicherheit noch viele gute Jahre vor sich. Wenn man den Vergleich ziehen will, liegt der Chateau Musar für mich irgendwo zwischen Bordeaux, Rhône und Burgund mit einem unvergleichlichem orientalischen Touch !

Alk: 12,5%
Preis: ca 32 € (um die 70€ im Restaurant)
Punkte: 92/100