Einen aktuellem Vorfall im Hinterkopf, entkorkte ich nach Feierabend eine Flasche 2008er Frühburgunder vom Weingut Jean Stodden in Rech an der Ahr. Denn Vor wenigen Wochen verstarb einer der wichtigsten Winzerpersönlichkeiten des kleinen Anbaugebietes Ahr: Gehard Stodden starb im Alter von 64 Jahren plötzlich an einem Herzstillstand. Sein stetiger Weg, Spätburgunder kompromisslos nach burgundischem Vorbild zu vinifizieren, war Vorbild für viele Rotweinwinzer in ganz Deutschland. Durch viele, auch internationale Auszeichnungen und Spritzenpreise für seine Burgunder war er maßgeblich mitverantwortlich für das Ansehen, welches das Anbaugebiet Ahr genießt. Nun führt sein Sohn Alexander Stodden das Weingut weiter.
Die Trauben für den Frühburgunder aus Stoddens Paradelage, dem Recher Herrenberg, wachsen auf Grauwacke Böden, im terrassierten Südhang, mit bis zu 60% Steigung. Das 2008er Exemplar duftet intensiv nach geräucherten Waldbeeren, Zigarrenkiste und jungem Eichenholz. Am Gaumen kommen Kirsch und Espresso Aromen hinzu. Der 18 monatige Barrique-Ausbau ist deutlich zu spühren. Die Säure ist pikant und frisch. Es herrscht gradezu ein Kampf im Mund, zwischen Fass- und Fruchtaromen. Der Abgang ist sehr trocken, fast staubig, aber lang.
Alk: 13%
Preis: ca. 30€
Punkte: 90/100
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Donnerstag, 7. Februar 2013
Dienstag, 22. Januar 2013
Nerd Wine Time !
Heute möchte ich über zwei Flaschen Wein berichten, die beide auf unterschiedliche Art außergewöhnlich sind. Beim ersten Wein ist es nicht nicht das Weingut, das ungewöhnlich ist. Denn das VDP Weingut Meyer-Näkel in Dernau an der Ahr ist auch über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt und die Spätburgunder Weine von Familienoberhaupt und Rotweinpionier Werner Näkel genießen weltweit Anerkennung. Zwar sind die Steilhänge an der Ahr zum Großteil mit Pinot Noir bestockt, doch gibt es hier auch den fast in Vergessenheit geratenen Frühburgunder. Wie der Name schon sagt reift diese Traubensorte 2-3 Wochen früher als sein Artverwandter der Spätburgunder. Diese "divenhafte" Rebsorte bringt nur sehr geringe Erträge und benötigt viel individuelle Pflege, weshalb sie wenig kultiviert wird. Doch besitzt der Winzer das Know-How und gute Lagen, (und Werner Näkel hat beides) kann diese Rebsorte sehr finessenreiche Weine hervorbringen.
So wie den 2010er Frühburgunder von Meyer-Näkel: Sehr schöner Duft nach Himbeeren und Holunder und leicht nach Buttermilch. Im Mund elegant und schlank, wirkt im ersten Moment fast süß, trotz einer 0 g/l Restsüße. Dann treffen Aromen von Rauch und etwas Vanille den Gaumen, dazu frische Säure und samtige Tannine. Schöner Abgang der ein bisschen an gepfefferten und geräucherten Speck erinnert.
Alk: 13,5%
Preis: um 20€ (glaube ich, ist schon etwas her)
Gekauft bei: direkt am Weingut
Punkte: 90/100
Der zweite Wein ist ein Grüner Veltliner. Was daran ungewöhnlich ist ? Das dieser "Greener" nicht aus Österreich, ja nichtmal aus Europa kommt ! Er kommt aus dem Edna Valley in Kalifornien, quasi dem Versuchslabor der US Westküste. Hier kultiviert der Franzose Christian Roguenant Riesling und Grüne Veltliner auf seinem Paragon Vineyard. Und das sowas gewisse Risiken birgt, sagt schon der Name des 2010ers, " Zocker ". Warum gerade Veltliner, kann man schön beschrieben auf dem Rücketikett lesen. (Siehe Foto)
Der Wein duftet nach Äpfeln und Melone. Am Gaumen trocken, mit straffer Säure. Nicht ganz in der Balance mit der Frucht. Noten von grünem Gemüse und Limette. Kurzes, aber schönes, salziges Finish mit typischen weißen Pfeffer Touch.
Alk: 13,5%
Preis: 18$
Gekauft bei: Trader Joe's Winestore
Punkte: 85/100
So wie den 2010er Frühburgunder von Meyer-Näkel: Sehr schöner Duft nach Himbeeren und Holunder und leicht nach Buttermilch. Im Mund elegant und schlank, wirkt im ersten Moment fast süß, trotz einer 0 g/l Restsüße. Dann treffen Aromen von Rauch und etwas Vanille den Gaumen, dazu frische Säure und samtige Tannine. Schöner Abgang der ein bisschen an gepfefferten und geräucherten Speck erinnert.
Alk: 13,5%
Preis: um 20€ (glaube ich, ist schon etwas her)
Gekauft bei: direkt am Weingut
Punkte: 90/100
Der zweite Wein ist ein Grüner Veltliner. Was daran ungewöhnlich ist ? Das dieser "Greener" nicht aus Österreich, ja nichtmal aus Europa kommt ! Er kommt aus dem Edna Valley in Kalifornien, quasi dem Versuchslabor der US Westküste. Hier kultiviert der Franzose Christian Roguenant Riesling und Grüne Veltliner auf seinem Paragon Vineyard. Und das sowas gewisse Risiken birgt, sagt schon der Name des 2010ers, " Zocker ". Warum gerade Veltliner, kann man schön beschrieben auf dem Rücketikett lesen. (Siehe Foto)
Der Wein duftet nach Äpfeln und Melone. Am Gaumen trocken, mit straffer Säure. Nicht ganz in der Balance mit der Frucht. Noten von grünem Gemüse und Limette. Kurzes, aber schönes, salziges Finish mit typischen weißen Pfeffer Touch.
Alk: 13,5%
Preis: 18$
Gekauft bei: Trader Joe's Winestore
Punkte: 85/100
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